Interview

aus der Aachener Zeitung, mit unserer Theaterpädagogin Miriam Peifer

„Ich will die Begeisterung für die Bühne wecken“

Im Samstagsinterview: Miriam Peifer arbeitet als Theaterpädagogin beim DAS DA THEATER. Von der Faszination, Kindern die Schauspielerei näher zu bringen.

VON CAROLINE CREMER-KRUFF

Aachen. Vor elf Jahren trat ein Mann in Miriam Peifers Leben, der alles veränderte: Prinz Hamlet, die tragische Figur aus William Shakespeares Feder. Als der Vorhang im Rheinischen Landestheater Neuss an diesem Abend schließlich fiel, war die damals 14-Jährige hoffnungslos dem Theater verfallen. Am nächsten Tag meldete sie sich zu einem Anfänger-Schauspielkurs an. Ein Leben ohne Theater war von nun an unvorstellbar. Erst vor wenigen Wochen feierte die junge Frau ihren 25. Geburtstag. Mittlerweile hat sie ihr Hobby, ja ihre Leidenschaft, zum Beruf gemacht: Sie arbeitet als Theaterpädagogin am DAS DA THEATER.

Nach Ihrem Kulturpädagogik-Studium in Mönchengladbach hat es Sie ans DAS DA THEATER verschlagen. Wie kam es dazu?

Peifer: 2014 habe ich dort ein Praktikum gemacht. Und dann ging eigentlich alles ganz schnell. Ein Jahr später habe ich meine Bachelorarbeit abgegeben, unmittelbar danach ist mir am DAS DA THEATER eine feste Stelle als Theaterpädagogin angeboten worden. Da habe ich nicht lange überlegt und unterschrieben. Denn die Stelle entspricht exakt dem, was ich immer machen wollte. Außerdem fühle ich mich in Aachen sehr wohl. Und ich habe das Gefühl, dass hier fast jeder das Das Da Theater kennt. Es ist ja auch das größte professionelle Privattheater der Städteregion Aachen und erreicht pro Jahr mehr als 52.000 Zuschauer. Nahezu jeder hat in seiner Kindergarten- oder Grundschulzeit die Kinderstücke gesehen oder als Erwachsener die Sommerstücke auf der Burg Frankenberg oder die Schauspiel- bzw. Musikproduktionen im Theater an der Liebigstraße besucht.

Dann waren Sie auch bei der Geburtsstunde des Theaterpädagogischen Zentrums – kurz TPZ – dabei.

Peifer: Ja, eine spannende Zeit. 2014 startete das TPZ am DAS DA THEATER. Niemand konnte wirklich abschätzen, wie das neue Angebot ankommt. Vorher gab es lediglich vereinzelte theaterpädagogische Angebote. 2012 erlebte der Bereich seinen absoluten Tiefpunkt, woraufhin Theaterleiter Tom Hirtz meinte: Entweder stampfen wir die Theaterpädagogik ein oder wir machen sie richtig groß. Zum Glück hat er sich für die zweite Alternative entschieden. Und so wurde der 200 Quadratmeter große Trakt neben dem Das Da Theater angemietet, für 40.000 Euro umgebaut und entsprechend ausgestattet. Jetzt gibt es einen schönen hellen Kursraum, alles ist barrierefrei. Am TPZ sind wir mittlerweile ein vierköpfiges Team, das durch zahlreiche freiberufliche Dozenten unterstützt wird.

Diese mutige Entscheidung hat sich gelohnt. Das Angebot ist nicht nur einzigartig in der Städteregion, sondern zudem sehr erfolgreich.

Peifer: Das stimmt. Seitdem es das TPZ gibt, gingen die Kurs- und Teilnehmerzahlen stetig bergauf. 2015 haben wir 504 theaterpädagogische Veranstaltungen angeboten, an denen 6448 Menschen teilgenommen haben. Das ist ein Wahnsinnserfolg! Ja, man kann sagen, dass das TPZ an den Erfolg des DAS DA THEATER mit 517 Theatervorstellungen im vergangenen Jahr anknüpft und keineswegs in dessen Schatten steht.

Welche Kurse kann man am TPZ buchen?

Peifer: Wir bieten eine einzigartige Mischung aus Kursen, Workshops und Fortbildungen in den Sparten Theater, Film und Bewegung. Das Ganze fängt an bei fortlaufenden Theaterkursen, geht weiter über Theatersport, Improvisationstheater, Ensemblegesang bis hin zu Wochenend- und Ferienworkshops – wie gerade in den Osterferien –, Fortbildungen für Pädagogen und Vorbereitungen für die Aufnahmeprüfung an Schauspielschulen. Gemeinsam mit der Aseag bieten wir zudem den Kurs „Bus Einsteiger“ an, bei dem Kinder spielerisch das richtige Verhalten während der Busfahrt erlernen. Kinder können auch ihren Geburtstag im Das Da Theater feiern. Und wir erstellen individuelle Konzepte, zum Beispiel für Projekttage oder Theater-AGs.

An wen richten sich die Angebote?

Peifer: An alle Menschen ab drei Jahren, die gerne spielen, fantasieren und experimentieren. Nach oben hin ist die Grenze offen. Ich finde, dass Theaterspielen jedem gut tut, unabhängig von Alter und Vorkenntnissen. Schließlich beschäftigt sich Theater mit der Frage: Was ist der Mensch, und wie geht er um mit sich und der Welt? Das interessiert ja Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

Sie besuchen aber auch Kitas und Schulen.

Peifer: Ja, einen Großteil unserer Arbeit machen die vor- und nachbereitenden Workshops zu den aktuellen Kinderstücken aus. Bereits seit 24 Jahren tourt das Das Da Kinder-Jugendtheater durch Kitas und Schulen der Region, aktuell mit den Stücken „Findus zieht um“ und „Emil und die Detektive“. Im vergangenen Jahr haben wir zusätzlich 110 begleitende Workshops angeboten. Mit dieser Kombination können wir sehr viele Kinder und Jugendliche erreichen, vor allem solche, die sonst keinen Kontakt zur Theaterwelt haben.

Reicht es nicht, wenn Kinder sich einfach ein Theaterstück ansehen?

Peifer: Natürlich ist es für Kinder zunächst eine tolle Erfahrung, sich ein Theaterstück anzusehen. Wir Theaterpädagogen möchten sie in einem nächsten Schritt dazu bringen, selbst aktiv zu werden. In den Vorbereitungs-Workshops fragen wir zunächst einmal: Was ist Theater überhaupt? Was gibt es im Theater alles? Könnt ihr euch auch vorstellen, euch jeden Tag zu verkleiden? Wir gehen spielerisch auf die Geschichte und die Figuren ein. Aber es geht nicht nur um die Geschichte und das Theaterstück, sondern konkret um die Kinder selbst. Wir fordern sie zum Beispiel auf zu erzählen, was sie richtig gut können. Für manche ist es zunächst eine riesige Überwindung, vor der Gruppe den Mund aufzumachen. Bei den nachbereitenden Workshops können wir noch mehr in die Tiefe gehen oder kleine Szenen nachspielen.

Was lösen die Workshops bei den Kindern aus?

Peifer: Ich merke immer wieder, dass sie gerade schüchternen Kindern helfen, aus sich herauszukommen, die eigene Stimme zu entdecken und zu benutzen, Sprache und Körper zu trainieren, ja, und auch mal jemand anders sein zu dürfen – und das Ganze in einem geschützten Rahmen. Auch die Aufmerksamkeit wird geschult, man lernt sich selbst kennen, wird selbstbewusster und dadurch fähig, den Anderen kennenzulernen und ihm Wertschätzung entgegenzubringen. Ganz viele soziale Kompetenzen werden so spielerisch vermittelt und ausgetestet.

Der Begriff „Theaterpädagogik“ hört sich sehr theoretisch an. Was verbirgt sich tatsächlich dahinter?

Peifer: Theaterpädagogen sind die Schnittstelle zwischen den Zuschauern und der Theaterwelt. Wir haben einen kulturellen Bildungsauftrag. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen aus der reinen Berieselungshaltung herausgeholt werden und selbst aktiv werden. Bei der Theaterpädagogik, beim Theaterspiel überhaupt, werden ja alle wichtigen sozialen und kulturellen Kompetenzen trainiert. Wenn ich gerade nicht dran bin, muss ich aufmerksam sein, wenn ich auf der Bühne stehe, muss ich mit Körper, Sprache und Stimme präsent sein. Insbesondere Kinder lernen so, besser mit sich umzugehen. Sie können sich ausprobieren, Facetten an sich kennenlernen, werden selbstsicherer. Für Kinder ist es wesentlich leichter als für Erwachsene, Fantasie zuzulassen und Spaß daran zu haben, in einer anderen Welt zu versinken.

Was muss ein Theaterpädagoge mitbringen, um das zu erreichen?

Peifer: Man muss selber Lust am Spielen haben, man muss die Begeisterung für das Theater wecken können, man muss offen, flexibel und kreativ sein. Ganz wichtig: Es kommt nicht in erster Linie darauf an, dass am Ende das tolle künstlerische Produkt herauskommt. Es geht vielmehr darum, das künstlerische Potenzial der Teilnehmer zu wecken und sie in ihrer Persönlichkeit zu stärken.

Theaterpädagogische Angebote gibt es ja mittlerweile an vielen Theatern. Wie hebt sich das DAS DA THEATER ab?

Peifer: Ich denke, dass wir uns durch unser vielseitiges Angebot auszeichnen, das einen sehr hohen
Qualitätsstandard aufweist. Die Kurse werden ausschließlich von Profis durchgeführt. Von den 25 Festangestellten im DAS DA THEATER arbeiten vier im Bereich der Theaterpädagogik. Und schließlich haben alle Teilnehmer zum Schluss ihren großen Auftritt. Bei den Jüngeren ist es eine kleine Aufführung im Kursraum. Die Jugendlichen und Erwachsenen erobern sogar die Original-DAS-DA-Bühne. Durch das TPZ bieten wir einen barrierefreien Ort, der speziell für die Bedürfnisse der Theaterpädagogik ausgestattet ist. Dadurch war es uns auch möglich, das große Inklusionsprojekt „Peter Pan“ im vergangenen Jahr zu realisieren.

Hat es Sie selbst nie gereizt, als Berufsschauspielerin auf der Bühne zu stehen?

Peifer: Nein. Für mich ist Theaterpädagogin der Traumjob. Ich wollte nie Schauspielerin werden, obwohl ich selbst viel Theater gespielt habe und leidenschaftliche Theatergängerin bin. Für mich stand immer fest: Wenn es Theater sein soll, dann Theaterpädagogik. Denn ich liebe es, die Begeisterung fürs Theater weiterzugeben. Ich möchte gar nicht auf der Bühne stehen und der Star sein. Ich möchte andere dazu motivieren, gemeinsam zu experimentieren und in eine Fantasiewelt abzutauchen. Manchmal stehe ich einfach nur mit offenem Mund daneben, weil es der Wahnsinn ist, wie Kinder in einer komplett selbst erfundenen Welt zusammen spielen, völlig frei und völlig weg vom Hier und Jetzt.

Ist das jetzige Programm am TPZ überhaupt noch steigerungsfähig?

Peifer: Natürlich, es gibt immer wieder Neues zu entdecken. Schon bald werden wir einen neuen Kurs anbieten, der sich zurzeit noch in der Pilotphase befindet, das sogenannte Fels&Wasser-Training. Dabei handelt es sich um ein Selbstbehauptungs- und Antimobbing-Training, das wir nach Aachen bringen und mit der Theaterkompetenz des Das Da Theaters verbinden. So soll das Selbstbewusstsein von Kindern gestärkt werden. Gleichzeitig lernen sie, wie man anderen respektvoll begegnet. Im Grunde genommen sind der Theaterpädagogik keine Grenzen gesetzt, und wir richten uns natürlich auch nach der Nachfrage.

Gibt es noch etwas, auf das Sie sich dieses Jahr besonders freuen?

Peifer: Ja, allerdings! Zum einen freue ich mich auf den „Tag der Theaterpädagogik“, der am 15. April vom Bundesverband Theaterpädagogik (BuT) mit bundesweiten Aktionen ausgerichtet wird. Erfreulicherweise sind wir mit dem TPZ innerhalb kürzester Zeit nach einer Prüfung unseres Angebots im BuT aufgenommen worden und stehen so auch mit anderen theaterpädagogischen Einrichtungen in einem ständigen Austausch. Beim diesjährigen „Tag der Theaterpädagogik“ sind auch wir mit zwei Aktionen dabei: Einmal gibt es zu unserem aktuellen Stück „Airport“ eine Theaterführung für diejenigen, die für den Tag Karten besitzen, das TPZ bietet zudem eine offene Probe des Kindertheaterkurses an. Zum anderen fiebere ich als absoluter Shakespeare-Fan der Das-Da-Produktion „Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)“ auf der Burg Frankenberg entgegen. Dann allerdings als Zuschauerin (lacht)!

26.03.2016 / Aachener Zeitung - Stadtausgabe / Seite 19 / Lokales

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  4. Der Veranstalter verpflichtet sich, dem DAS DA THEATER alle für die Berechnung der Tantiemen notwendigen Informationen zu übermitteln.
  5. Das DAS DA THEATER unterliegt weder in der Programmgestaltung noch in der Darbietung Weisungen des Veranstalters. Zusätzliche Programmpunkte oder Auftritte Dritter während der gleichen Veranstaltung bedürfen der vorherigen Zustimmung des DAS DA THEATERs.

8. GEMA-Gebühren

  1. Anfallende GEMA-Gebühren trägt der Veranstalter. Das DAS DA THEATER stellt eine GEMA-Liste zur Verfügung.

9. Randbedingungen, die vom Veranstalter zu gewährleisten sind

  1. Der Veranstalter hat die branchenüblichen Vorbereitungen zu treffen und insbesondere die technischen, organisatorischen und räumlichen Voraus- setzungen für die Veranstaltungsfähigkeit zu schaffen. Er informiert die zuständige Haustechnik rechtzeitig und vollständig und veranlasst die sorgfältige Erfüllung des Technischen Beiblattes / der Bühnenanweisung des Programms.
  2. Genehmigungen o.ä. für Zufahrt und Parkmöglichkeit werden vom Veranstalter vor der Veranstaltung eingeholt.
  3. Der Zugang vom Parkplatz zur Spielstätte muss ebenerdig oder mit einer schrägen Rampe versehen sein (Treppen erfordern Hilfskräfte zum Transport der Dekoration). Türen und Treppen müssen so groß sein, dass Bühnenbildteile (200 cm x 100 cm) durchpassen. Der Auftrittsort ist vor Beginn des Aufbaus leer geräumt, geheizt und sauber.
  4. Der im Vertrag angegebene verantwortliche Ansprechpartner ist rechtzeitig mit allen Schlüsseln und Kenntnissen über die örtlichen Gegebenheiten (Dusch- bzw. Waschgelegenheit für die Künstler des DAS DA THEATERs, Umkleidemöglichkeit mit abschließbaren Schränken o.ä., Sicherungskästen, Feuerlöscher etc.) am Auftrittsort und während der gesamten Zeit (bis zum abgeschlossenen Abbau der Dekoration) anwesend.
  5. Der Auftrittsort ist nach außen geräuschgedämmt. Es finden keine Parallelveranstaltungen statt.
  6. Falls die vorgenannten Bedingungen nicht erfüllt werden können oder spezielle technische Schwierigkeiten bekannt sind, gibt der Veranstalter spätestens vier Wochen vor der Veranstaltung nähere Informationen, um andere Vereinbarungen zu treffen.
  7. Falls eine Freiluftveranstaltung aus klimatischen (z. B. Kälte, Glatteis, Nässe, Ozon) oder anderen Gründen nicht am vorgesehenen Ort stattfinden kann, verpflichtet sich der Veranstalter, einen annehmbaren Ersatzspielort zur Verfügung zu stellen und das DAS DA THEATER umgehend zu informieren.
  8. Die im Technischen Beiblatt / Bühnenanweisung ausgewiesene Besucheranzahl ist einzuhalten.
  9. Der Veranstalter haftet für den ordnungsgemäßen Ablauf der Veranstaltung.
  10. Der Veranstalter trifft alle erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen und schließt adäquate Versicherungen ab.
  11. Falls diese Bedingungen nicht eingehalten werden, wird der Veranstalter schadenersatzpflichtig.

10. Öffentlichkeitsarbeit / Berichterstattung

  1. Je ein Belegexemplar der über die Veranstaltung erschienenen Berichterstattungen wird dem DAS DA THEATER (im Original) zur Verfügung gestellt.

11. Werbung

  1. Der Veranstalter verpflichtet sich zur organisatorischen branchenüblichen Vorbereitung und zur aktiven Werbung mit den zur Verfügung gestellten Materialien. Einzelheiten sind ggf. mit dem DAS DA THEATER abzustimmen. Vor, neben oder hinten an der Bühne darf sich keine Reklame befinden (auch nicht für Sponsoren). Werbung auf den Veranstaltungsplakaten für andere Zwecke darf nur nach vorheriger schriftlicher Vereinbarung erfolgen.

12. Gerichtsstand und Erfüllungsort

  1. Erfüllungsort für alle Verbindlichkeiten aus den geschlossenen Vereinbarungen ist Aachen.
  2. Sofern der Vertragspartner Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist, ist Gerichtsstand Aachen; das DAS DA THEATER ist jedoch berechtigt, den Vertragspartner auch an seinem Wohnsitzgericht zu verklagen.

13. Schlussbestimmungen

  1. Nebenabreden, Zusicherungen, Änderungen oder Ergänzungen dieser Bedingungen oder des Vertrages bedürfen der Schriftform und müssen als solche ausdrücklich gekennzeichnet sein.
  2. Rechte aus dem Vertragsverhältnis mit dem DAS DA THEATER dürfen nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung abgetreten werden.
  3. Für alle Ansprüche aus dem Vertrag gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
  4. Sollten einzelne dieser Bedingungen oder einzelne Bestimmungen des Vertrages nichtig oder unwirksam sein oder zwischen dem DAS DA THEATER und dem Vertragspartner einvernehmlich nicht durchgeführt werden, so wird die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Das gleiche gilt im Fall einer Regelungs-lücke. Anstelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung oder zur Ausfüllung der Regelungslücke werden die Parteien eine Regelung finden, die dem wirtschaftlichen Zweck der zu ersetzenden Bestimmung in gesetzlich zulässiger Weise am ehesten gerecht wird.